10° Below – Keep On
10° Below kommen aus dem kleinen Städtchen Teaneck in New Jersey, die Gruppe setzt sich aus den Mitgliedern Minister, CJ und Jess Luv zusammen. Dass diese Namen heute fast niemandem mehr ein Begriff sind, hat ausnahmsweise schon seine Richtigkeit so: “Keep On” dürfte eine der langweiligsten Boom Bap Scheiben aus der sogenannten goldenen Ära sein, die mir jemals zu Ohren gekommen ist. Kein Wunder, dass für die Crew nach nur einem Album schon wieder Schluß war.
Los geht’s erstmal mit den beiden Clubtracks “Keep On” und “Bang Your Head”. Aufstehen, Klatschen, Armeschwenken: “like this hey / like that yo / bang your head bro” – danke, dann doch lieber nochmal eine Runde Naughty By Nature. “Poverty Blues” wirkt da schon einen Tick interessanter, ist für einen sozialkritisch gemeinten Track aber auch ziemlich bisslos – das Saxophongequäke gibt einem den Rest. Es folgen: ein Track für die Mädchen (“Hey Hottie”), ein Partytrack (“Who’s Humpin”), noch ein Track für die Mädchen (“Midnight Thief”) und, etwas überraschend, erneut ein Partytrack (“I Gotcha”). Das alles in der immerselben Tonlage runtergerappt und mit hunderprozentig austauschbaren Beats von CJ ausgestattet, von dem nebenbei bemerkt auch sämtliche Lyrics auf der Scheibe stammen.
Zu guter Letzt dann doch noch zwei ganz ordentliche Tracks, wobei “I Got Em Open” und “Not Havin It” auf jedem anderen Album wahrscheinlich auch nur zum Lückenfüllen verwendet worden wären. Nach 35 Minuten ist dann alles vorbei und ich glaube kaum, dass sich “Keep On” nochmal in meinen CD-Player verirren wird.
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