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Audi machts möglich
Spektakulärer Kunstraub in Oslo: Mit Waffengewalt haben Kunsträuber am Sonntag die weltberühmten Bilder "Der Schrei" und "Madonna" von Edvard Munch gestohlen. Wie in einem Gangsterfilm hielten die zwei maskierten Täter vor den Augen entsetzter Besucher des Munch-Museums in Oslo einer Wärterin eine Pistole an die Stirn, rissen die Bilder von der Wand und flüchteten in einem schwarzen Audi A6.
Alles ging ganz schnell
Die maskierten Räuber drangen den Augenzeugen zufolge gegen 11.15 Uhr ins Munch-Museum im Osloer Stadtteil Toyen ein, bedrohten Wärter und Besucher, nahmen die beiden wertvollsten Bilder von der Wand und verschwanden Richtung Stadtzentrum. Unter den Museumsbesuchern brach kurzfristig Panik aus, weil sie zunächst an einen Terrorakt glaubten. "Es war dann aber schnell klar, dass die Männer auf Bilder aus waren", sagte eine tschechische Besucherin.
Fluchtauto gefunden
Kunstfreunde betrachten Munchs "Schrei" (Foto: dpa)
Die Polizei nahm die Verfolgung der Gangster nach eigenen Angaben mit allen verfügbaren Kräften zu Lande, zu Wasser und aus der Luft auf. Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur. Sicherheitskräfte entdeckten am Nachmittag lediglich das Fluchtauto in der Nähe eines Tennisclubs. Zuvor hatten sie bereits in Oslos Stadtzentrum einen weggeworfenen Bilderrahmen gefunden. Der Direktor des Munch-Museums, Gunnar Sørensen, meinte: "Dies ist eine Tragödie." Es müsse eine "sehr raue Behandlung" des Bildes durch die Diebe befürchtet werden.
Kaum Sicherheitsvorkehrungen
"Wir hörten keinen Alarm, und es dauerte 15 bis 20 Minuten, bis die Polizei da war", sagten die beiden US-Besucherinnen Mary und Christina Assilio. Norwegens Kultusministerin Svarstad Haugland zeigte sich unmittelbar nach der Tat schockiert: "Wir haben unsere Kunstschätze nicht ausreichend gesichert. Hier geht es um Nationalschätze von unschätzbarem Wert." Museumssprecherin Jorunn Christoffersen wies die Kritik zurück: "Gegen bewaffnete Kunsträuber kann es letztlich keinen ausreichenden Schutz geben."
"Mit einer Entführung zu vergleichen"
Der Chef des Osloer Nationalmuseums, Sune Nordgren, sagte: "Man kann diese Aktion mit einer Entführung vergleichen. Wahrscheinlich steht eine internationale Gangsterbande dahinter, die demnächst mit einer Lösegeldforderung kommen wird." Die Sicherung besonders gefragter Kunstwerke in hermetisch geschlossenen Glasschränken wie im Fall der "Mona Lisa" im Pariser Louvre sowie durch bewaffnete Wächter lehnte er ab: "Dann kann es kein Kunsterlebnis mehr geben."
"Der Schrei" etwa 54 Millionen Euro wertBeide gestohlenen Gemälde gelten als unverkäuflich. Allein der Wert von "Der Schrei" von 1893 wird in Oslo auf umgerechnet 54 Millionen Euro geschätzt. Bereits 1994 war eine andere Version des insgesamt vier Mal existierenden Bildes gestohlen worden. Damals wurden mangelnde Sicherheitsvorkehrungen kritisiert.
Was hat Olympia damit zu tun?
Am 12. Februar 1994 war "Der Schrei" wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Lillehammer aus der Osloer Nationalgalerie gestohlen worden. Die Zeitung "VG" wies in ihrer Internet-Ausgabe darauf hin, dass das Gemälde diesmal unmittelbar vor einer Olympia-Übertragung aus Athen mit norwegischen Goldfavoriten geraubt wurde.
"Danke für die schlechte Sicherung"
1994 waren die beiden Täter auf einer Trittleiter eingestiegen und unbehelligt geflüchtet. Sie hinterließen am Tatort, der Nationalgalerie, ein Kärtchen mit dem Satz "Danke für die schlechte Sicherung". Das Bild tauchte drei Monate nach der Tat wieder auf, nachdem die Diebe vier Millionen Kronen "Lösegeld" gefordert hatten - diese waren offiziellen Angaben zufolge nie bezahlt worden. Ein Norweger wurde später als Hehler zu einer hohen Haftstrafe verurteilt.
