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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 07:48 
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Wenn man das so sehen würde wie TamGui mit

Zitat:
Ich bin von der Selbstbestimmung jedes Einzelnen überzeugt - egal in welchem Punkt, ergo auch in seiner Sexualität,


und so, dann müsste man nich' auch Kinderschänder tolerieren? Die können ja auch sagen das es ihre "Selbstbestimmung" sei ..
von daher ..
Aber ich hab jetzt auch keine Lust mehr über Homosexuelle zu diskutieren ..hab' meine Meinung dazu gesagt und da ich einen böhmischen Dickschädel hab' wird auch niemand mich von meiner Meinung abbringen können und es ist's einfach nich' wert!

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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 07:53 
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und in der Bibel steht auch nirgendswo das Jesus die Axt rausgeholt hat und einen den Kopf abschlug wenn man ihn widersprach und mit ihm diskutieren wollte

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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 08:01 
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Noodlez hat geschrieben:
Wenn man das so sehen würde wie TamGui mit

Zitat:
Ich bin von der Selbstbestimmung jedes Einzelnen überzeugt - egal in welchem Punkt, ergo auch in seiner Sexualität,


und so, dann müsste man nich' auch Kinderschänder tolerieren? Die können ja auch sagen das es ihre "Selbstbestimmung" sei ..
von daher ..
Aber ich hab jetzt auch keine Lust mehr über Homosexuelle zu diskutieren ..hab' meine Meinung dazu gesagt und da ich einen böhmischen Dickschädel hab' wird auch niemand mich von meiner Meinung abbringen können und es ist's einfach nich' wert!


Wenn wir von Homosexualität sprechen, dann meinen wir aber Handlungen die zwischen Erwachsenen im gegenseitigen Einverständis geschehen, also nicht von Mißbrauch. Pädophilie ist immer Mißbrauch...

Aber: Every n.... in Austria got a little bit of Böhme in him

Deshalb lass ich dir deinen Dickschädel ;)

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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 08:02 
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Selbstbestimmung ja, aber nicht mehr dort wo in die Selbstbestimmung anderer eingegriffen wird (wie oben bereits mehrfach erwähnt), der Kinderschänder fällt daher grundsätzlich raus.


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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 08:23 
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Noodlez hat geschrieben:
und in der Bibel steht auch nirgendswo das Jesus die Axt rausgeholt hat und einen den Kopf abschlug wenn man ihn widersprach und mit ihm diskutieren wollte
wäre mir neu :notsure:

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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 08:28 
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TamGui hat geschrieben:
2. zur Homosexualität: Ich bin von der Selbstbestimmung jedes Einzelnen überzeugt - egal in welchem Punkt, ergo auch in seiner Sexualität, solange nicht die Selbstbestimmung Anderer beeinträchtigt wird. Mit anderen Worten: In diesem Bereich teile ich deine Meinung zu 0%. Jesus hat niemanden in den Evangelien ausgeschlossen - nichtmal seine Feinde. Homosexuelle als mitleidsbedürftig (wie es offiziell vom Vatikan zuletzt von JP II. festgelegt wurde) anzusehen halte ich dafer nicht für anachronistisch und arrogant, sondern schlichtweg für unchristlich und jedem gesprochenen Wort Jesu widersprechend. Du bist Christ? Wo bleibt da die kategorische Nächstenliebe?

4. Das Argument, das häufig benutzt wird: "So ist die Kirche halt - friss oder stirb" - ist ebenfalls unchristlicher wie es nicht sein kann, denn gerade die Taten Jesu, der derjenige war, der gegen eine solche Starrheit in Form der Schriftgelehrten vor 2000 Jahren angekämpft hat, widersprechen einer solchen gegen jedes Denken gerichteten Dogmatik. ("Ein Dogma ist ein Verbot zu denken" - Feuerbach)


Ich möchte dir hier widersprechen:

zu 2. Du bringst die Kategorien durcheinander. Jesus hat in den Evangelien tatsächlich niemanden ausgeschlossen - aber nur in der Weise, dass er ausnahmslos jedem Menschen seine verändernde Botschaft vermittelte. Er begab sich in die Kreise der Huren und Zöllner - aber mit Sicherheit nicht weil er ihren Lebenswandel gutheißen, sondern weil er ihn verändern wollte. Wir haben das Ganze hier schon einmal von einem anderen Blickwinkel aus diskutiert - Jesus hat zwischen dem (rettungsbedürftigen) Menschen als solchem und der Sündhaftigkeit des Menschen klar differenziert. Daraus folgt das biblische Prinzip: Liebe/Leben für den Menschen, Tod für die Sünde. Es gibt sowohl im AT wie im NT Stellen die sich explizit gegen Homosexualität wenden. Zeig mir dagegen eine einzige Bibelstelle wo Jesus sagt: "Geh in Frieden und sündige hinfort weiter...". Auch ich bin von der Selbstbestimmung des Individuums überzeugt: jeder darf tun und glauben, was er will. (übrigens ebenfalls eine grundlegende christliche Ansicht). Doch es ist fatal und in gewisser Weise auch abgrundtief pervers, die Kategorien solcherart durcheinanderzuwerfen und den Anspruch zu erheben, das Christentum müsse im Rahmen der Nächstenliebe Sünde gutheißen bzw. tolerieren. Ich möchte hier weder die Katholische Kirche noch den Papst verteidigen aber doch bitten bei den Fakten zu bleiben. :)

zu 4. Der Begriff des "Dogma" wurde im Lauf der Geschichte mehr und mehr mit einem negativen Beiklang belegt. Trotzdem würde ich nicht sagen, die Dogmatik verbiete generell zu denken. Ich bin der festen Überzeugung dass Feuerbach genau wusste: ohne jedes Dogma kann das Christentum (wie jede andere Religion) überhaupt nicht existieren. Auch hier müssen die Kategorien klar getrennt werden um sinnvoll diskutieren zu können: Dogmatik <-> Traditionalismus

Es stellt sich generell die Frage inwiefern Menschen, die sich in ihrer Lebensgestaltung nicht im Geringsten nach den Lehren der Kirche richten, das Recht haben Forderungen an diese laut werden zu lassen und nach Liberalisierung zu verlangen. Ich halte nichts von der Kirche, aber ich verlange auch nichts von ihr...


Zuletzt geändert von bdm am 21.04.2005, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 08:43 
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Don Di Maggio hat geschrieben:
Es stellt sich generell die Frage inwiefern Menschen, die sich in ihrer Lebensgestaltung nicht im Geringsten nach den Lehren der Kirche richten, das Recht haben Forderungen an diese laut werden zu lassen und nach Liberalisierung zu verlangen. Ich halte auch nichts von der Kirche, aber ich verlange auch nichts von ihr...


Da stimme ich dir zu. Auch ich bin nicht Anhänger irgeindeiner organisierten Religion (zumindest nicht ideell, offiziell bin ich röm.-kath.), jedoch lebe ich in einem Land deren Bevölkerung mehrheitlich der röm.-kath. Kirche angehört, welche außerdem die größte christliche Gemeinde der Welt um sich schart. Das wiederum bedeutet, dass sie auch mein Leben auf die eine odere andere Weise beeinflusst. Deshalb hätte ich einen liberaleren Papst bevorzugt. Ich sehe das allerdings nicht als Forderung, denn eigentlich ist es mir ziemlich egal

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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 11:00 
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lyricalbomber hat geschrieben:
Azazin hat geschrieben:
Warlocc hat geschrieben:
hoffentlich tut er's, damit die ganzen jammerlappen schön weiter meckern können


was mich auch tierisch gestreßt hat war das man wegen seiner hitler jugend vergangenheit oder seine zeit in der wehrmacht so drauf rumreitet.... ich meine damals mußte jeder über 14 zur waffe greifen und kämpfen..... naja ....



wir sind doch sowieso alle Nazis :ugly:


darüber hab' ich heute was in der Zeitung gelesen und find' diese Müllfledderei schrecklich ..sind jetzt nur angepisst das 'nen Deutscher zum Papst gewählt wurde. :thumbdown:
Kenn' das aus Tschechien ..wenn ich sag von welchen Hof und aus welcher Gegend ich komm' bekomm ich auch keine normalen Kippen an 'nen Kiosk und bin direkt der "böse Deutsche" oder der "noch bösere Sudeten Deutsche"
Wenn der Vatikan 'ne rein politische Einrichtung dann würd' glaub' ich nie einer aus deutschland an der Spitze stehen

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wenn man christlich ist braucht man noch lang keine kirche, kann doch jeder selbst die bibel lesen und sich ihrer lehre nach eigenen auffassungen verinnerlichen, find es schon sehr lächerlich wie sich die katholische kirche aufführt, als hätte jesus gesagt "baut in italien ein fettes haus, in dem ihr kunstwerke sammelt bis in alle ewigkeit um sie vor der welt zu verstecken, nach tausend jahren führt kreuzzüge gegen den islam, erfindet eine inquisition und verbrennt hexen und sprecht menschen heilig die behaupten mich gesehen oder Maria wäre ihnen im traum erschienen, yo und Petrus merk dir die kirche ist unfehlbar, nach weiteren tausend jahren ist das out und ihr könnt euch zu PR zwecken schuldig bekennen, ach ja und den leuten verbietet ihr sich zu paaren, lasst lieber AIDS die welt ausrotten um sie zum glauben zu führen". ich glaub dass Jesus sich ner kirche wie sie in den letzten 2000 jahren abging kaum seinen segen gegeben hätte, wahrscheinlich würde er sagen "für sowas hat man mich ans kreuz genagelt? fickt euch doch alle, habt ihr mir denn nicht zugehört? hätt ich gewollt das ihr rote mützchen tragt und euch in hallen einsperrt bis weisser rauch aufsteigt hätt ich es schon gesagt!"

stellvertreter christi ist schon ne anmassung... :bonk:

die christlichen werte sind sicher gute leitsätze, mehr aber auch nicht IMO

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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 12:04 
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Ja, die katholische Kirche ist schon ein merkwürdiges Gebilde :D


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BeitragVerfasst: 21.04.2005, 12:28 
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Don Di Maggio hat geschrieben:
Ich möchte dir hier widersprechen:

zu 2. Du bringst die Kategorien durcheinander. Jesus hat in den Evangelien tatsächlich niemanden ausgeschlossen - aber nur in der Weise, dass er ausnahmslos jedem Menschen seine verändernde Botschaft vermittelte. Er begab sich in die Kreise der Huren und Zöllner - aber mit Sicherheit nicht weil er ihren Lebenswandel gutheißen, sondern weil er ihn verändern wollte. Wir haben das Ganze hier schon einmal von einem anderen Blickwinkel aus diskutiert - Jesus hat zwischen dem (rettungsbedürftigen) Menschen als solchem und der Sündhaftigkeit des Menschen klar differenziert. Daraus folgt das biblische Prinzip: Liebe/Leben für den Menschen, Tod für die Sünde. Es gibt sowohl im AT wie im NT Stellen die sich explizit gegen Homosexualität wenden. Zeig mir dagegen eine einzige Bibelstelle wo Jesus sagt: "Geh in Frieden und sündige hinfort weiter...". Auch ich bin von der Selbstbestimmung des Individuums überzeugt: jeder darf tun und glauben, was er will. (übrigens ebenfalls eine grundlegende christliche Ansicht). Doch es ist fatal und in gewisser Weise auch abgrundtief pervers, die Kategorien solcherart durcheinanderzuwerfen und den Anspruch zu erheben, das Christentum müsse im Rahmen der Nächstenliebe Sünde gutheißen bzw. tolerieren. Ich möchte hier weder die Katholische Kirche noch den Papst verteidigen aber doch bitten bei den Fakten zu bleiben. :)


1. Die einzigen Stellen zur Homosexualität im NT sind in den paulinischen Briefen zu finden (z.B. Römerbriefe) und auch dort diskussionsbedürftig. Über das AT spreche ich nicht und tue es auch nur selten im Rahmen des Christentums, da das Christentum, von dem ich rede, auf den Lehren Jesu basiert - die Kirchen aber entwickelten sich aus Regeln und Normen die von Leuten wie Paulus interpretierend hergeleitet wurden.
Deswegen ist mein Ansatz der, dass ich Frage, ob die Kirche, die sich als christlich bezeichnet, christlich ist, oder durch die Dogmatisierung vom Christentum an sich abgerückt.
(Ich gehe noch weiter: An und für sich kann Christentum nichteinmal als Institution verwirklich werden, da das Christentum die ständige Infragestellung zentralistischer Positionen ist. Das nur dazu.)

2. Ich bleibe bei den Fakten: Jesu hat in keiner Tat und in keinem gesprochenen Wort etwas zu Homosexualität gesagt. Die stellen im NT, die sich dazu äußern, sind nachösterlich und keine Schlussfolgerung aus dem Werk Jesu.

3. Ich glaube, dass du zwei unvereinbare Ebenen zu vermischen versuchtest.

Ja, er ging zu Steuereinnehmern. Warum? Zöllner wurden in der damaligen Gesellschaft als Betrüger angesehen, da sie zum einen mit Rom arbeiteten und zum anderen über Tarif in ihre Tasche wirtschafteten. Jesus schuf niemals das Zöllnertum ab oder verdammte es an sich. Es war nur die Hybris und der Egoismus mit dem es betrieben wurde - deswegen tittuliert sich der Zöllner in einem Gleichnis von Jesu als Sünder. Ist das also mit der Homosexualität zu vergleichen? Nein.

Ja, er ging zu Huren. Warum? Nun zum einen, um eine strikte Poisition gegenüber den ausgrenzenden Pharisäern einzunehmen - zum anderen, weil Prosititution von Huren ausgeübt wurde, die sich selbst als Nichts und Sünder empfanden - die Indoktrination der Pharisäer war also perfekt. Ja, Jesus sah Prostitution als ein Übel an, da es in der dmaligen Zeit mit einem Un-Selbstbewusstsein konnotiert war (was mit der Idee, sich für Geld herzugeben entspricht), was gegen das Prinzip Jesu der Eigernliebe spricht. Ist diese Art von Sündhaftigkeit mit freier Homosexualität zu vergleichen? Nein.

Man kann die Homosexualität als ontologische Seinsweise schlichtweg nicht mit Sünden wie der des übertriebenen Zöllnertums und der der Hurerei vergleichen.

Das Reich Gottes und die eschatologische Ermutigung geht von den Idealen Rechtschaffenheit, Demut und Nächstenliebe aus, die auch Eigenliebe impliziert - diese tangieren die ungezwungene Homosexualität in keinem Bereich.

Zitat:
zu 4. Der Begriff des "Dogma" wurde im Lauf der Geschichte mehr und mehr mit einem negativen Beiklang belegt. Trotzdem würde ich nicht sagen, die Dogmatik verbiete generell zu denken. Ich bin der festen Überzeugung dass Feuerbach genau wusste: ohne jedes Dogma kann das Christentum (wie jede andere Religion) überhaupt nicht existieren. Auch hier müssen die Kategorien klar getrennt werden um sinnvoll diskutieren zu können: Dogmatik <-> Traditionalismus


Aus dem Fremdwörterduden:

"Dogma, das: fester, als Richtschnur geltender Lehr- Glaubenssatz"

Ein Dogma widerspricht per definitionem gegen das ständige Reflektieren, da es sonst seine charakteristisch notwenidge Festigkeit und Standhaftigkeit verlieren würde.

Zitat:
Es stellt sich generell die Frage inwiefern Menschen, die sich in ihrer Lebensgestaltung nicht im Geringsten nach den Lehren der Kirche richten, das Recht haben Forderungen an diese laut werden zu lassen und nach Liberalisierung zu verlangen. Ich halte nichts von der Kirche, aber ich verlange auch nichts von ihr...


Wie ich oben sagte: Eine Institution auf ihr ideelles Fundament hin zu untersuchen, finde ich nicht nur richtig, sondern auch natürlich. Es ist wichtig, dass sich, wenn sich Christentum schon in einer Institution manifestieren muss, diese in einem ständigen reflektierten Zustand befindet, um jede pharisäischen Starrheit zu vermeiden. Und ich denke, die katholische Kirche mit ihrer gesellschaftlichen Macht und Verantwortung muss sich Fragen bzgl. ihrer Konstitution und Kohärenz unter der derzeitigen Ausrichtung gefallen lassen.

Genauso wie es mich auch als derzeitig außer-Katholischen stört, dass die größte kirchliche Institution Homosexuelle zu Sündern und zu mitleidensbedürftigen Kreaturen (wie ich einen Priester sie im italienischen Fernsehen letztens sagen hörte) und dass auch Abtreibung und Verhütung per se als sündenhaft gelten und de facto Auswirkungen auf afrikanische Länder und ihre dortige Mentalität haben und jeden Tag Menschen auf der ganzen Welt in Glaubensdillemmata und persönliche Konflikte stürzen.

Und wie gesagt - diese Friss oder Stirb Haltung gegenüber einer Institution halte ich für äußerst gefährlich. Leute, die zu Drewermann und Küng sagen, dass sie doch zum Protestantismus konvertieren sollten, haben meiner Meinung nach, nicht die notwenidgkeit des ständigen Reflektierens auch INNERHALB der Kirche verstanden - DIESE Position ist fatal und pervers.


Zuletzt geändert von TamGui am 21.04.2005, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.

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@noodlez..

TamGui hat geschrieben:
2. zur Homosexualität: Ich bin von der Selbstbestimmung jedes Einzelnen überzeugt - egal in welchem Punkt, ergo auch in seiner Sexualität, solange nicht die Selbstbestimmung Anderer beeinträchtigt wird.


hast leider einen Nebensatz zu früh anufgehört zu zitieren. ;)


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Warlocc hat geschrieben:
wenn man christlich ist braucht man noch lang keine kirche, kann doch jeder selbst die bibel lesen und sich ihrer lehre nach eigenen auffassungen verinnerlichen, find es schon sehr lächerlich wie sich die katholische kirche aufführt, als hätte jesus gesagt "baut in italien ein fettes haus, in dem ihr kunstwerke sammelt bis in alle ewigkeit um sie vor der welt zu verstecken, nach tausend jahren führt kreuzzüge gegen den islam, erfindet eine inquisition und verbrennt hexen und sprecht menschen heilig die behaupten mich gesehen oder Maria wäre ihnen im traum erschienen, yo und Petrus merk dir die kirche ist unfehlbar, nach weiteren tausend jahren ist das out und ihr könnt euch zu PR zwecken schuldig bekennen, ach ja und den leuten verbietet ihr sich zu paaren, lasst lieber AIDS die welt ausrotten um sie zum glauben zu führen". ich glaub dass Jesus sich ner kirche wie sie in den letzten 2000 jahren abging kaum seinen segen gegeben hätte, wahrscheinlich würde er sagen "für sowas hat man mich ans kreuz genagelt? fickt euch doch alle, habt ihr mir denn nicht zugehört? hätt ich gewollt das ihr rote mützchen tragt und euch in hallen einsperrt bis weisser rauch aufsteigt hätt ich es schon gesagt!"

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die christlichen werte sind sicher gute leitsätze, mehr aber auch nicht IMO


Nächstes Jahr fahr ich mit meiner perle nach Rom :yeah:
Das die Kunstwerke sammeln und bewahren find' ich ga' nich' schlecht und in den vatikanischen Museen kann man viele (bestimmt nich' alle) angucken.
Das mit den einsperren is' halt 'nen überbleibsel aus den Mittelalter wo der papst noch der mächtigste Mann der Welt war und die Wahl durfte natürlich nich' beeinflusst werden und das's halt so Tradition und im Zeitalter der handys auch ga' nich' ma' so verkehrt.
Und ich denk auch das es mit den Kreuzügen, Hexenverbrennungen und die bekehrung von den Ureinwohnern (also in nen Topf glühender Kohlen schmeißen und so) nich' hätte sein müssen ..aber es is' halt passiert (vor mehreren jahrhunderten) und es ist geschichte und Geschichte kann man nich' mehr umdrehen ..
Mit den Heilig sprechen von leuten die das behaupten is' halt reine Glaubenssache und ob das jetzt Anmassung ist oder nich' auch.
Und so rückständig wie alle immer am schimpfen sind, ist das ga' nich' ..guck ..in anderen Ländern werden Ehebrecher die Schwänze abgehackt und Dieben die Hände ..da is' die katholische Kirche ja jetzt sogar noch irgendwie "modern" gegen :ugly:
nur weil Homos sich nich' kirchlich verheiraten dürfen = unmodern? jaja :ugly:
Ich denke das ganze "Gebilde" is' glaubenssache und wenn einer alles sooo krass verkehrt findet und alles immer sooo verdammt dann kann er ja austreten ..dann hat ihn das alles nich' mehr zu interessieren und er kann beruhigt einschlafen, wenn er meint das er auch ohne konfession gläubig sein kann brauch er sich ja nich' zu fürchten das "Gott jetzt sich von ihn abgewendet hat".
Oder er kann ja 'ne eigene Kirche gründen ..machen die Leute in USA ja auch :ugly:

aber ich muss wirklich aufhören hiermit ..denn will nich' schuld sein wenn hierraus so 'ne Art Gläserrücken Thread wird :cugly:

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