Bochum, 08.05.2007
Nr. 159
„Von uns, für uns“
RUB-Chemie: Verwendung der Studienbeiträge
Bücherpakete, neue Apparaturen und erweiterte Tutorien
In der Fakultät für Chemie und Biochemie der RUB haben die Studierenden mehrheitlich entschieden, wofür ihre Studienbeiträge verwendet werden. Das Ergebnis ist unter anderem eine ungewöhnliche Lehrbuchaktion für Bachelorstudenten im ersten bis dritten Semester: Sie bekommen speziell für das jeweilige Semester zusammengestellte Bücherpakete. „Diese Bücher decken das gesamte Grundstudium in den Lehreinheiten allgemeine Chemie, anorganische und organische Chemie sowie Biochemie ab“, sagt Prof. Dr. Hermann Weingärtner, Studiendekan der Fakultät. Darüber hinaus schafft die Fakultät neue Apparaturen für die Praktika zum Beispiel in Physikalischer Chemie an. Das ist ein weiterer Schwerpunkt der Maßnahmen in diesem Semester, um die Studienbedingungen deutlich zu verbessern.
Die Studierenden haben entschieden
Mit der Mehrheit von drei Studierenden (Christian Seifert, Arne Dieckmann und André Schuhmann) hat eine Arbeitsgruppe zusammen mit Studiendekan Prof. Weingärtner und Prof. Hollmann einen allseits befürworteten Vorschlag erarbeitet, was mit den Studienbeiträgen passiert. „Wir haben diese Arbeitsgruppe bewusst so zusammengestellt, dass die Studierenden in der Mehrzahl sind“, so Prof. Weingärtner. „Alle Entscheidungen über die Verwendung der Studienbeiträge gehen letztlich auf die Wünsche und das Votum der Studenten zurück.“ Student Christian Seifert sagt: „Dies ist ein Beispiel für gute Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Professoren.“ Die Arbeitsgruppe hat bereits im vergangenen Februar alle Lehrstühle der Fakultät, alle Arbeitseinheiten und die Fachschaft angeschrieben und sie aufgefordert, entsprechende Vorschläge einzureichen. Aus rund 40 Anträgen hat die AG dann die besten Ideen ausgewählt.
Lehrbuchaktion wird verstetigt
Insgesamt stehen der Fakultät in diesem Semester voraussichtlich 175.000 Euro aus den Studienbeiträgen zur Verfügung: Dies sind zusätzliche Mittel, die laut Studienbeitragsgesetz NRW und der entsprechenden Satzung der RUB ausschließlich dazu verwendet werden dürfen, die Studienbedingungen und die Qualität der Lehre zu verbessern. Mehr als 20.000 Euro fließen im Sommersemester in die Lehrbuchaktion, die übrigens fester Bestandteil der Fakultätsmaßnahmen werden soll. „Wir geben den Studierenden einen Teil ihrer Gebühren in Form von Lernmitteln zurück“, so Prof. Weingärtner.
Mehr Geräte für Praktika
Den größten Teil der Mittel, ca. 100.000 Euro, investiert die Fakultät in eine bessere Ausstattung ihrer Labore für die obligatorischen Praktika. „Hier gibt es an bestimmten Stellen Engpässe, die wir nun beseitigen können“, so Weingärtner. Zusätzlich zu bestehenden Anlagen schafft die Fakultät Geräte an, zum Beispiel Destillationsapparaturen oder Vakuumpumpen. Diese Geräte erhalten eine Plakette mit dem Slogan „Von uns, für uns – finanziert mit Studienbeiträgen“. Entworfen hat diesen Aufkleber der Fachschaftsrat, der ihn auf Wunsch auch anderen Fakultäten zur Verfügung stellt.
Erste Erfahrungen mit Studienbeiträgen
Weitere Maßnahmen der Fakultät sind, den Bestand der Fachbereichsbibliothek mit speziellen Lehrbüchern aufzustocken sowie vor allem im Wintersemester die Tutorien für Studienanfänger auszubauen und zu erweitern. Das Prozedere, dass die eingesetzte Arbeitsgruppe Maßnahmen ausschreibt und bewilligt, wird die Fakultät beibehalten. Prof. Weingärtner: „Wir sammeln jetzt erste Erfahrungen mit den Studienbeiträgen, das muss sich erst mal langfristig einspielen.“
Studienbeiträge an der RUB
Seit dem 1.4. dieses Jahres erhebt die Ruhr-Universität Bochum Studienbeiträge in Höhe von 500 Euro pro Semester. Rund 23 Prozent dieser Mittel gehen an einen landesweiten „Ausfallfonds“ für Härtefälle. Von den verbleibenden Mitteln (ca. 77 %) bekommen die Fakultäten zwei Drittel, ein Drittel fließt in einen Topf der Hochschulleitung (Rektorat), um zentrale Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre zu finanzieren.
Hochleben die Studiengebühren

Bisher sehr zufrieden damit, auch wenn die 500 Euro weh taten. Zudem sind die ganzen Leute die "nur" aus Spass dawaren weil sie ihr Wahlfach oder sonst was nicht bekommen haben dadurch auch weg, keine 400 Mann mehr inner Vorlesung, vielleicht noch insgesamt 120 Chemiker & Biochemiker, wenn man jetzt mal von den gazen 2 Fach Leuten absieht und im Hörsaal herrscht gleich ein wesentlich angenehmeres Klima, von wegen Lautstärke etc, das Uni Leben könnte nicht besser sein
